Das Hauskaninchen wurde aus den Wildkaninchen gezähmt und gezüchtet. Viele halten sie sich als günstig zu unterhaltende Haustiere und werden im Volksmund deswegen auch als Stallhase bezeichnet.

ein Kaninchen im Stalll

Die Züchtung solcher Kaninchen ist in Deutschland ein immer noch weitverbreitetes und beliebtes Hobby. Die Statistik sagt, momentan sind es hier noch insgesamt knapp 150000 Kaninchenzüchter die in etwa 6800 Vereinen registriert sind. Das ganze ist noch dazu in Landesverbände und darunter in Kreisverbände unterteilt.

Folgende Fachausdrücke existieren in der Kaninchenzucht

Wie auch bei der Zucht vieler anderer Tiere, wie bei Hunden oder Pferden gibt es bei Kaninchenzüchtern gewisse Fachausdrücke für die Körperteile der Tiere.

  • Anstatt Schwanz sagt man bei Kaninchen “Blume”, was wohl derer Form zu verdanken ist
  • Die langen Ohren werden als “Löffel” bezeichnet
  • Die Füße/Pfoten werden “Läufe” genannt
  • Der markant geformte Fleck auf der Nase der Kaninchen wird auch “Schmetterling” genannt
  • Die sogenannte “Brille” ist die Markierung rund um die Augen
  • Die Maske in ein länglicher, meist dunkler Fleck an der Nase
  • Bei manchen Rassen gibt es auch “Manschetten”, was die weiße Färbung der Hinterläufe ist
  • “Backen” sind dunkle beidseitige Fellzeichnungen im Gesicht
  • Der sogenannte “Aalstrich” ist ein langer, schmaler Strich, der in der Mitte des Rückens entlang verläuft

Die Kennzeichnung von gezüchteten Kaninchen

Die meisten Züchter können ihre Tiere natürlich in der Regel auch so auseinanderhalten, dennoch werden Sie individuell gekennzeichnet.

Zu diesem Zweck werden die Kaninchen meistens am Ohr tätowiert. Von der Markierung lassen sich einige Basisinformationen auslesen.

  • Den Ortsverein, bei dem der Züchter eine Mitgliedschaft besitzt
  • Eine Zahl gibt den Geburtsmonat an, eine weitere das Jahr der Geburt
  • Den Landesverband und den Ortsverband des dazugehörigen Vereins